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Archiv Stiftung Werkvermächtnisse
„Der bestirnte Himmel
über mir …“ ist der Mikrokosmos.
Ihr versucht, Ihn unter Euere Mikroskope zu legen: ... und ‚Gott‘ lächelt sanft über solche Einfalt! - Alles ist Geist.
[*]Schopenhauer,
Arthur (1788-1860), bedeutender deutscher Philosoph, in: Die Welt als Wille und Vorstellung, Bd. II: „Wir fühlen den Schmerz, aber nicht die
Schmerzlosigkeit; wir fühlen die Sorge, aber nicht die Sorglosigkeit; die
Furcht, aber nicht die Sicherheit. Wir fühlen den Wunsch, wie wir Hunger und
Durst fühlen; sobald er aber erfüllt worden, ist es damit wie mit einem
genossenen Bissen, der in dem Augenblick, da er verschluckt wird, für unser
Gefühl da zu sein aufhört. Genüsse und Freuden vermissen wir schmerzlich,
sobald sie ausbleiben: Aber Schmerzen, selbst wenn sie nach langer Abwesenheit
ausbleiben, werden nicht unmittelbar vermißt. – Daher werden wir der drei
größten Güter des Lebens, Gesundheit, Jugend und Freiheit, nicht als solcher
inne, solange wir sie besitzen; sondern erst, nachdem wir sie verloren haben. –
Daß Tage unseres Lebens glücklich waren, merken wir erst, nachdem sie
unglücklicheren Platz gemacht haben.“
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