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Archiv Stiftung Werkvermächtnisse
„Der bestirnte Himmel
über mir …“ ist der Mikrokosmos.
Ihr versucht, Ihn unter Euere Mikroskope zu legen: ... und ‚Gott‘ lächelt sanft über solche Einfalt! - Alles ist Geist.
[*]Rudolf Joseph Lorenz
Steiner (1861-1925), österreichischer Publizist und Esoteriker, Begründer der
Anthroposophie, in: Kunst der Erziehung, Kunst des Lebens (in veränderter
Reihenfolge): „... Denn es muß für das Volksschulalter und noch lange über das
Volksschulalter hinaus (...) der ganze Unterricht durchfeuert und durchglüht
sein vom künstlerischen Element. ... Seele muß die Erziehung haben! ... Nicht
die Pädagogik, die den Lehrer nur gescheit macht, ist die richtige, wohl aber
diejenige, die den Lehrer innerlich regsam macht, ihn mit seelischem Lebensblut
erfüllt ... Richtige Menschenkenntnis macht den Menschen zum Erzieher. ... Das
>Kind<, das wir in uns haben, ist für den Menschen das Allerwichtigste.
... Hineinpfropfen können wir nichts in den Menschen durch Unterricht und
Erziehung. Das gibt es gar nicht. Aber wir können dasjenige tun, wodurch der
Mensch wirklich dazu kommt, als Heranwachsender die Anlagen, die in ihm sind,
selber hervorzuholen. Das können wir. ... Die pädagogische Aufgabe besteht
darin, daß wir die Kinder nicht nur zu dem Grad der Gescheitheit bringen, den
wir selber haben, sondern zu dem, der in ihnen veranlagt ist. ... Nur wenn das
Kind unser Erzieher wird, indem es Botschaften aus der geistigen Welt
herunterbringt, wird sich das Kind auch bereitfinden, die Botschaften, die wir
ihm aus dem Erdenleben entgegenbringen, entgegenzunehmen. ... Es steckt ja im
Kind drinnen schon immer ein Gescheiterer als der Lehrer! ... Haben wir denn
überhaupt eine Empfindung dafür, wenn wir einem Menschen gegenübertreten, was
uns dieser Mensch sein kann? ... Denn in Wahrheit nimmt der Erzieher, wenn er
nur ein ganzer Mensch ist, vom Kind ebenso viel für sich, als er dem Kinde
gibt.“
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